Teil eines Werkes 
1. bis 3. Bändchen (1845)
Entstehung
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krankhaften Ausſehen nach) meines Erxachtens nicht lange werde warten müſſen, wofern Ihr nicht bald aus Eu⸗ rem Kerker an die friſche Luft gelaſſen werdet.

Dieß von dem gekränkten Weibe, deſſen größter Kummer darin beſteht, daß ſie genöthigt iſt, ſich zu unterzeichnen:

Eurer Lordſchaft Gemahlin Eleanor Aumerle.

Duval, hub der Graf an nach Luft ſchnappend, als er zu Ende war,jetzt ſag mir einmal aufrichtig, was hältſt Du von dieſer Dame?

Wenn ich die Wahrheit ſagen ſoll, mein Lord, erwiederte Claude,ſo hat Eure Lady eine eben ſo ſchwarze Seele als ſie einen weißen Körper beſitzt und der macht, wie mir däucht, den Engeln den Rang ſtreitig. Aber welche Antwort wollt Ihr ertheilen 2

Kannſt Du fragen Claude? ſagte der Gefan⸗ gene ſcharf.Was für eine andere Antwort, als die, welche ich auf alle früheren Drohungen und Unter⸗ redungen gab, und die auch mein letztes Wort ſein wird, ob auf dem Schaffot oder zu Stücken zerriſſen von dem tollen Pöbel, oder zuckend unter dem Meſſer des Mörders nie, nie! Sie ſollen eher mein Herz haben, als das Wort, nach dem ſie verlangen!

Aber, mein Lord, es iſt doch gewiß irgend eine ſonderbare Urſache für einen ſo finſtern Haß vorhan⸗ den? ſagte Duval begütigend.

Sie liebte mich nie! antwortete der Graf dü⸗ ſter;ihr Herz war dieſem Schurken Howard zuge⸗ wendet, aber verleitet von der niederträchtigen Thor⸗ heit ihres Vaters und von der unheilvollen Gabe der Schönheit, ihrem einzigen Beſitzthume, zwang ich ihn mit der Spitze meines Schwertes, auf ſeine Anſprüche zu verzichten und heirathete ſie, ich muß es ſelbſt ge⸗ ſtehen, gegen ihren Willen. Damals jedoch wußte ich das nicht! 3

Der unglückliche Gefangene hielt plötzlich inne und