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chen worden. Alle ſeine Schwächen und Fehler, ſeine Unzuverläſſigkeit, Charakterloſigkeit, der Man⸗ gel an Herz und Gemüth waren vergeſſen. Ein zahlreiches Leichengefolge erwies ihm die letzte Ehre, und der Fürſt erklärte öffentlich, daß mit dem Ba⸗ von ein Repräſentant der guten, alten Zeit begra⸗ ben worden ſei, ein Kavalier im vollen Sinne des Wortes. Niemand aber empfand einen aufrichti⸗ geren Schmerz, als Herr Frank. Er beweinte we⸗ niger den Baron, als ſein verlorenes Geld und die Police der Lebensverſicherung, welche ihm natürlich nicht ausgezahlt wurde. Dennoch ſchickte er auch ſeine Equipage hinter der Leiche her. Dies geſchah natürlich nur aus Rückſicht auf ſeine ariſtokratiſchen Verbindungen und weil ſeine Pferde und Wagen ſich neben den übrigen der feinen Welt doch wieder einmal ſehen laſſen konnten.
Nach dem Leichenbegängniſſe des Barons reiſte der Fürſt in Begleitung der Herzogin auf die weit⸗ läufigen Beſitzungen derſelben. Man ſprach all⸗ gemein in der Reſidenz von einer geheimen Ver⸗ bindung des erlauchten Paares, obgleich beſſer Unterrichtete von einem rein platoniſchen Verhält⸗ niſſe wiſſen wollten.—
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