Teil eines Werkes 
4. Band (1852) Feine Welt : eine Stadtgeschichte / von Max Ring
Entstehung
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war, daß er ſtets noch gläubige Seelen fand, welche auf dieſe phantaſtiſchen Nebelbilder mitunter bedeu⸗ tende Summen wagten. Seit einigen Jahren ſtand er an der Spitze der verſchiedenartigſten Aktienge⸗ ſellſchaften und Unternehmungen, welche gewöhnlich im erſten Jahre ihres Beſtehens eine anſehnliche Dioidende auszahlten und im nächſtfolgenden ihre Zahlungen einſtellten. Da der letztere fatale Um⸗ ſtand zu oft eingetreten war, ſo hatte der Baron allerdings nach und nach das Vertrauen der Ge⸗ ſchäftswelt eingebüßt. Doch wie ein alter Fuchs, der er war, hatte er ſtets mehrere Löcher, durch welche er entſchlüpfte. Er wandte ſich von den mißglückten Spekulationen wieder der Literatur zu und ſchrieb einige intereſſante Bücher über hö⸗ here Kochkunſt, Politik ꝛc. Seine Werke erregten in der feinen Welt ein ungewöhnliches Aufſehen, und ſo gelang es ihm damals, von der Regierung das Priyilegium zu einer konſervativen Zeitung zu erhalten. Natürlich überließ er die Redaktion der⸗ ſelben einem untergeordneten Schriftſteller, während er die ziemlich bedeutenden Einkünfte des Unterneh⸗ mens in der behaglichen Ruhe eines wahren Gaſtroſo⸗ phen verzehrte. Bald jedoch fand er die Würde eines

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