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kam nicht zum Vorſchein und kein bedeutender Name wurde kompromittirt. 83
Gräfin Julie war die einzige Dame aus den höheren Ständen, welche als ein Opfer des frechen Betrügers fiel. Ihre Mitſchweſtern, die ſich na⸗ türlich rein von aller Schuld fühlten, vermieden auffallend die Unglückliche, und tadelten, nachdem ſie nichts mehr zu fürchten hatten, das Benehmen Juliens, welche die gerechte Strafe ihrer Koketterie erlitt. Unter dieſen Verhältniſſen fand es die Ober⸗ hofmeiſterin gerathen, eine längere Reiſe mit ihrer Tochter anzutreten. Ein Bad ſollte ihre angegrif⸗ fene Geſundheit und ihren Ruf zu gleicher Zeit herſtellen. Vornehme Gönner, welche die Gräfin noch immer hatte, verwandten ſich für ſie beim Hofe, der ihr die nöthigen Summen zu einer ſol⸗ chen Reiſe gnädig bewilligte.
Niemand aber war mehr über die Kataſtrophe des Chevaliers entſetzt, als der Wucherer Frank, welcher demſelben einen bedeutenden Vorſchuß ge⸗ leiſtet hatte. Sein Schmerz über das verlorene Geld, und ſeine Wuth wegen des verrathenen Ver⸗ trauens kannten keine Gränzen. In der letzten Zeit hatte ihn der Herr von Karſten neuerdings veran⸗
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