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dem Wohlſtande plötzlich in Armuth zu verſinken. Ich habe den Muth und fühle auch die Kraft in mir, dem Elende zu trotzen, die tauſend Entbehrun⸗ gen des Lebens zu ertragen, weil ich ein Mann bin, aber du, ein ſchwaches Weib, was willſt du beginnen? Du müßteſt, wenn Alles verloren würe, wieder in das Fräuleinſtift zurückkehren, und weiß Gott, ob du dort noch eine Stelle finden würdeſt.—
— Nein, nein!— rief die Schweſtr, indem ſte Oskar umſchlang,— das kann nicht dein Ernſt ſein. Ich ſollte dich verlaſſen? Niemals, niemals! Was auch unſer beiderſeitiges Geſchick ſein mag, wir wollen es gemeinſchaftlich ertragen und keine Macht der Erde ſoll uns trennen. Ich werde dir nicht zur Laſt fallen. O! ich kann auch arbeiten, wenn ich muß. Ich habe im Fräuleinſtift Nähen gelernt, ich kann Stunden im Klavierſpielen geben. Du wirſt ſehen, daß ich mir mein Brot verdienen werde. Fordere von mir jede Entbehrung, nur verbanne mich nicht aus deiner Gegenwart.—
Ein Thränenſtrom begleitete ihre Worte, auch Oskars Auge war feucht geworden. Feſter drückte er die theure Schweſter an ſeine Bruſt, die ſich an


