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ein reizendes Weib, das dem genialen Künſtler nicht zu widerſtehn vermochte. Auch gegen ihn wendete ſich der Witz des Barons. Es lag ein⸗ mal in ſeiner Natur, zu verwunden, ſo wie die Wespe ſtechen muß.
— Cdler Troubadour,— rief er ihm zu, wo weilt in dieſem Augenblick Ihr entzückter Geiſt? Sitzt er zu den Füßen der modernen Pythia in dem neuen Babel und lauſcht den Offenbarungen, welche das tauſendjährige Reich des Unterrocks verkündigen? Oder muſtern Sie die tauſend Lok⸗ ken und Schleifen, Bänder und Kränze, welche Ihnen hier zu Theil geworden ſind? Vanitas, vani- tatum vanitas.—
— Caſanova als Bußprediger, Lovelace in der Mönchskutte,— ſcherzte der Virtuoſe.— Al⸗ ter Sünder, erzählen Sie uns lieber eine Novelle à la Boccaccio, wie wir ſie ſo gern aus Ihrem Munde hören.—
Der Baron ſchmunzelte und leerte ſein Glas welches ihm der Fürſt von Neuem füllte.
— Damals war ich jünger und vielleicht auch liebenswürdiger, als heut,— begann er mit einem Anfluge humoriſtiſcher Eitelkeit.


