Teil eines Werkes 
3. Band (1852) An der Börse : eine Stadtgeschichte / von Max Ring
Entstehung
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ben ſogleich auszuführen gedenkt. Er hatte mit ſeiner Freundin Theodore wegen Anna Rückſprache genommen und ſeine Befürchtungen in Bezug auf die keimende Neigung der Tochter zu dem Buch⸗ halter des Vaters nicht verſchwiegen. Die geiſt⸗ reiche Frau, welche in Romanen und Schauſpielen für eine derartige Liebe gewiß mit dem größten Entzücken geſchwärmt hätte, war ſehr entrüſtet und fand dies Verhältniß in der Wirklichkeit eben ſo unſtatthaft als gefährlich. Sie rieth dem Baron, keinen Augenblick zu verlieren und mit einem förmlichen Antrage ohne Verzug vor Herrn Werth hinzutreten.

Aus dieſem Grunde hatte Portheim ſeinen Freund bereits zweimal aufgeſucht. Dieſer, der keine Ahnung von den Abſichten des Barons haben konnte, fürchtete ganz andere Urſachen ſeines Kom⸗ mens. Er glaubte, daß ſein Verluſt an der Börſe die Veranlaſſung des Beſuches ſei und daß Port⸗ heim erſchienen wäre, um die ihm anvertraute Summe zurückzufordern. Ein derartiges Ereigniß hätte aber dem Bankier in dieſem Augenblicke un⸗ angenehme Verlegenheiten bereitet.

Mit einer gewiſſen Bangigkeit erwartete er