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deſto inniger ſchloß ſie ſich an die Kinder an, deren ſie drei in einer faſt zwölfjährigen Ehe geboren hatte. Hier fand ſie, wenn auch nicht den vol⸗ len, doch reichlichen Erſatz und immer neue An⸗ knüpfungspunkte mit dem Manne, den ſie, trotz aller ſeiner Schwächen und Fehler noch immer liebte wie am erſten Tage, da ſie erröthend und mit hochklopfendem Herzen in ſeine Arme ſank.
Aber auch dieſes Glück, welches ihr in ihren Kindern blühte, hatte in der letzten Zeit eine weſent⸗ liche Beeinträchtigung erfahren. Auf beſondere Em⸗ pfehlung ihrer Schwägerinnen war eine Gouvernante in das Haus gekommen, welche trotz der ſcheinbaren Unbedeutendheit und Unterwürfigkeit bald zu einer Herrſchaft zu gelangen wußte, welche die wohlerwor⸗ benen Rechte der Mutter in mehr als einer Hinſicht zu beeinträchtigen drohte.
Nun ſollte auch noch die häusliche Ruhe und das friedliche Stillleben der armen Frau durch die Pläne und Veränderungen, welche Herr Werth für den Winter vorzunehmen gedachte, weſentlich er⸗ ſchüttert werden.
Das Haus, welches der alte Herr bis zu ſei⸗
nem Tode bewohnt und ganz in dem Zuſtande, Ring, Stadtgeſchichten. III. 3


