Teil eines Werkes 
3. Band (1852) An der Börse : eine Stadtgeschichte / von Max Ring
Entstehung
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einem anſehnlichen Gehalt, als Buchhalter mit un⸗ beſchränkter Prokura, ja als Chef eines Hauſes, deſſen Ruf und Solidität mit den beſten Firmen konkurrirt? Solche Träume kehrten faſt an jedem Abende wieder, wenn Adolph in das Stübchen ſei⸗ ner Mutter trat, wo der alte Lazarus beim trau⸗ lichen Lampenſchimmer auf die Erſcheinung ſeines Lieblings harrte, die ihm bereits zum täglichen Bedürfniſſe geworden war.

Da ſaßen nun die drei Verbundenen um den runden Tiſch und freuten ſich im traulichen Vereine. Die gute Mutter und der brave Makler ſchauten dabei auf den trefflichen Sohn, der die kleinen Er⸗ lebniſſe des Tages ihnen mittheilte, als wollten ſie ihm jedes Wort von den Lippen wegſtehlen. Wa⸗ ren ſeine Erzählungen beendet, ſo gab ihm Herr Lazarus Unterricht im Rechnen, und das mußte man ſagen, einen beſſern Lehrmeiſter konnte Adolph nicht finden, hätte er auch für die Stunde einen ganzen Thaler bezahlt. Darum war er aber auch der firmſte Rechner auf dem Komptoir des Herrn Werth und genoß im hohen Grade die Achtung des alten Buchhalters, der einem perfekten Zahlen⸗

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