Teil eines Werkes 
3. Band (1852) An der Börse : eine Stadtgeschichte / von Max Ring
Entstehung
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Verrückte hatte in London gelebt und auf dem⸗ ſelben Komtoir mit Herrn Werth gearbeitet, auch er theilte die Vorliebe des reichen Banquiers für engliſche Manieren und Gebräuche wie ſein frü⸗ herer Genoſſe. Was aber bei dieſem als elegante Bizarrerie erſchien, war bei dem Armen bereits zur widerwärtigen Karrikatur geworden. Tief im Nacken ſchwebte der zerdrückte und geſchundene Hut, ſo daß der kahle Scheitel mit dem ſpärlichen Haar dem Regen und dem Winde preis gegeben war; um den dürren Leib ſchlotterte der weite abgetra⸗ gene Rock, den ſein Beſitzer vor Jahren ſtattlich ausgefüllt haben mochte. Zwei Finger der ma⸗ geren Hände ſteckten in der zerriſſenen Weſte, ein ſchwarzſeidenes, loſe geknüpftes Halstuch ſchlang ſich um den ſchmutzigen Hemdekragen und die un⸗ befeſtigten Zipfel deſſelben flatterten im Winde. So trat dies verzerrte Spiegelbild dem Bankier entgegen und Herr Werth ſchauderte unwillkürlich zuſammen. Er hatte ihn gekannt, als der Wahn⸗ ſinnige noch erſter Buchhalter in dem Hauſe Rowland and brothers geweſen war. Einſt waren

ſie befreundet. Jahre ſind ſeitdem vergangen.

Eines Tages kehrte der Unglückliche nach ſeiner