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bung ihr Geſchick. Es war ein rechtes Glück für ſte, daß einer ihrer Zöglinge eine kleine Reiſe an⸗ getreten hatte, ſie wollte die freie Stunde zu einem Gang nach dem Kirchhof benutzen, um an dem Grabe ihrer Mutter zu beten. Zuvor mußte ſie. aber noch auf ihr Stübchen, um ſich einiges Geld für einen Kranz einzuſtecken, den ſte auf den Hügel legen wollte. Vor der Thür ihrer Wohnung hörte ſie ſchon ein ſeltſames Geräuſch. Sollten etwa Diebe eingedrungen ſein? Ihr Herz pochte, als ſie das Schloß öffnete. Doch was war das? Sie glaubte zu träumen; ihr Stübchen hatte ſich in einen freundlichen Garten mit einem Zauberſchlag verwandelt. An den Wänden hingen herrliche Kränze, ſchlangen ſich blühende Guirlanden, und friſcher Blumenduft ſtrömte ihr entgegen. Wo das alte Inſtrument geſtanden hatte, prangte jetzt ein neues elegantes Stehpiano, wie ſie ſelber es ſich gewünſcht. Doch das koſtbarſte Geſchenk war das Bild der Mutter, welches aus dem goldenen Rahmen ſprechend ähnlich ihr entgegen trat.
Die guten Geiſter, welche ihr all' die Freuden heimlich bereiten wollten, waren in ihrem frommen Werk überraſcht. Gottlieb ließ vor Schreck den


