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eingeſtehn, daß Karl eine gute Wahl getroffen. Gegen Angnes ließ ſich nicht ſo viel einwenden. Das Mädchen war brav, ſauber und fromm und beſaß alle die nöthigen Eigenſchaften, welche Frau Hintze von einer Schwiegertochter forderte, aber dennoch mißbilligte auch ſie die Wahl. Keine Fürſten⸗ und Grafentochter war für ihren Sohn zu gut, und er hatte ſein Herz an eine Dirne ge⸗ ſchenkt, deren Familie doch einmal nach der Mei⸗ nung der Welt beſchimpft war.
Das Vorurtheil iſt mächtig in der Welt, und auch die gute Alte war davon nicht frei. Sie konnte das Verbrechen und den Selbſtmord Neu⸗ manns der Unſchuldigen nicht verzeihen. Der Stolz regte ſich ſelbſt in dieſer demüthigen Krea⸗ tur, oder vielmehr das ſtrenge Gefühl der Unbe⸗ ſcholtenheit.—
Was in ihrer Seele nur als ſchwacher Wider⸗ ſtand gegen die Neigung des Sohnes ſich leiſe zeigte, das gewann in dem Innern des Herrn Hintze eine unerſchütterliche Gewalt. Ihm galt der ehrliche Name als das Höchſte. Seine ganze Natur wurzelte in dieſem bürgerlichen Bewußtſein. Daran hielt er feſt wie am Evangelium. Freilich
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