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lobung und Heirath handelt, wenngleich in neueſter Zeit gegen dieſe alte, und wie uns ſcheint, ganz gute Sitte hier und da in Wort und That von der Jugend ſtark geeifert wird. Aber wartet nur, ihr Jungen! Wenn ihr einmal alt geworden ſeid und Kinder habt, werdet ihr auch nicht jede Nei⸗ gung gut heißen mögen und euren braven Sohn ruhig in das Netz einer Kokette fallen ſehn, oder euer holdes Töchterlein dem erſten beſten Strolch an den Hals werfen. Kommt Zeit, kommt Rath.
So dachte auch Vater Hintze, als er aus dem Munde ſeines Sohnes Alles erfahren hatte, was er nicht wußte und was die gute Alte ihm ſogar verſchwiegen hatte, obgleich ſie ſonſt in ihrem ganzen Leben kein Geheimniß vor dem würdigen Gatten hatte. Anfangs glaubte er ihn nicht recht ver⸗ ſtanden zu haben und ließ ſich Alles noch einmal wiederholen. Während der Erzählung ſchwoll ihm die Zornader auf der Stirn mächtig an. Die Alte, welche aus langer Erfahrung dieſes Zeichen kannte, bat vergebens mit Blicken ihren Sohn, zu ſchweigen.
Als dieſer geendet hatte, ſchrie Herr Hintze ſo laut, wie er ſeit Menſchengedenken nicht gethan:


