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die Wahrheit nicht, aber um des Himmels willen erlauben Sie mir nur, das arme Schaaf zu ſehen. Sie hat ja ſonſt keinen Menſchen nicht, mit dem ſte ein Wort ſprechen kann, und wenn ſie noch ſo lange Zeit allein ſitzt, verlernt ſie's Reden ganz.—
Als der Richter ihr die Erlaubniß gab, in Gegenwart eines Aufſehers die Gefangene zu ſehen, gerieth ſie vor Freude ganz außer ſich und ließ es ſich nicht nehmen, ihm wiederholt die Hand zu küſſen.
— Wiſſen Sie— rief ſie im Eifer der Dank⸗ barkeit, Herr Kriminalgericht, Sie ſind ein einziger Mann! Nur mit der Agnes verfahren Sie nicht recht. Sie werden's noch erleben und ſagen: die Rieke hat doch Recht gehabt und ich habe mich blamirt. Na, kommen Sie, Männeken, und führen Sie mich, denn ich brenne ſchon vor Ungeduld, um das arme Kind zu ſehen.—
Ohne Umſtände ergriff ſie ungenirt die Hand des brummenden Gefangenwärters und zerrte ihn eilends mit ſich fort, ſo daß dieſer ihr kaum zu folgen im Stande war. Mit einem lauten Schrei
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