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ſuchte er das Verbrechen abzuleugnen, aber das bei ihm vorgefundene Geld, deſſen rechtlichen Er⸗ werb er nicht nachweiſen konnte, überführte ihn hinlänglich. Er wurde ſofort zum Kriminalarreſt gebracht, wo er nach einigem Zögern ein unum⸗ wundenes Geſtändniß ablegte, aus dem die Unſchuld der gefangenen Agnes hinlänglich hervorging. Noch zu derſelben Stunde verfügte der menſchenfreundliche Richter die Freilaſſung des armen Mädchens, nachdem Karl die nöthigen Aufſchlüſſe über ihr zufälliges Verweilen am Orte des Verbrechens ohne Scheu gegeben hatte.
Agnes ſaß in ihrer Zelle. Je länger ihre Unterſuchungshaft dauerte, deſto mehr war auch jede Hoffnung in ihr geſchwunden. Sie hatte ſich mit ſanfter Ergebung in ihr hartes, unverdientes Geſchick gefügt und betrauerte weniger den Verluſt ihrer Freiheit, als den ihrer Liebe, welcher ſie ent⸗ ſagen zu müſſen glaubte. Doch vergebens waren alle Anſtrengungen, um die Gedanken an den Ge⸗ liebten zu verbannen. Karl lebte in ihrem Buſen und ſein Bild war mit unauslöſchlichen Zügen in ihr Herz gegraben. Ihr Leben im Gefängniſſe verfloß in ſtiller Trauer. Einen geringen Troſt gewährte ihr


