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den blinden Fritz klagte er in ſeinem ſtillen Selbſt⸗ geſpräche an. Auf ihn wollte er die ganze Schuld wälzen, doch dieſer war ſpurlos verſchwunden, und Neumann mußte bald zu der Erkenntniß kommen, daß für ihn, weder ſo, noch ſo, ein Heil aus all' dieſen Umſtänden und Beſchuldigungen erwachſen konnte. Nach dieſer vergeblichen Anſtrengung, ſich vor ſich ſelber und dem künftigen Richter zu ver⸗ theidigen, bemächtigte ſich ſeiner eine düſtere Ver⸗ zweiflung. Der Unglückliche war kein gewöhnlicher und abgehärteter Sünder, und dieſer Diebſtahl ſein erſtes offenes Verbrechen. Das Gefühl der Schande und die Furcht vor der Strafe überwältigten aus⸗ ſchließlich ſeinen ohnehin zerrütteten Geiſt. Je mehr in der letzteren Zeit ſeine Geſundheit unter allerlei Ausſchweifungen gelitten, deſto gewaltiger war die Erſchütterung, welche das wohlverdiente Unglück in ihm hervorgerufen hatte. Sein Kopf war ſo wüſt und leer, ganz an Gedanken arm. Er vermochte keinen Widerſtand zu leiſten. Ueber den Abgrund, der ſich vor ihm aufthat, führte keine Brücke und er irrte mit taumelnden Schritten an dem ſchlüpfrigen Rand. Für ihn gab es keine Ret⸗ tung mehr. Er vermochte ſich nicht empor zu


