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dagegen verfiel in eine lang andauernde Krankheit, welche die kleinen Erſparniſſe aufzehrte. Als ſie das Bett verließ blieb ihr eine Schwäche und ein Zittern in den halbverkrümmten Händen zurück. Der Arzt hatte ihr unterſagt, zu ihrer früheren Beſchäftigung zurückzukehren. So lange der mäßige Wohlſtand vorhielt, war auch die Ehe eine glück⸗ liche zu nennen, und die üblen Neigungen und Fehler des Mannes traten in den Hintergrund zurück.
Das Unglück iſt ein ſchlimmer Gaſt. Wo es einkehrt, da treibt es alle guten Geiſter aus und weckt die ſchlechten aus dem Schlummer auf, in welchem ſie bisher geruht. Wann die Sonne des Glucks geſchwunden, dann wagen ſich die Fle⸗ dermäuſe und Vampyre der böſen Leidenſchaften und Laſter erſt hervor. Nur an dunklen Orten wuchern am liebſten die Giftpflanzen, der Schier⸗ ling und die Tollkirſche, und verdrängen jeden ge⸗ ſunden Keim der heilſamen Pflanzenwelt.
So erging es auch in dieſem Hausweſen. Der Mann wurde immer rauher und härter. Ver⸗ borgene Fehler traten da zuerſt an's Licht. Wil⸗ der Trotz und Unmuth gegen das wohlverdiente Mißgeſchick machten ſich, wie es häufig zu geſchehen


