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Der tägliche Verkehr des Lebens hat ſeine Symbolik, eine heilige und bedeutſame Sprache, welche freilich durch die Gewohnheit ſich abgenutzt und ihren tiefen Ausdruck zum Theil verloren hat.
Wenn wir die Hand des Nebenmenſchen ergrei⸗ fen, iſt es nicht da, als wollten wir einen Bund durch dieſes Zeichen der Liebe ſchließen. Wir treten aus der Jſolirtheit unſeres Seins heraus und deuten durch die Berührung unſere menſchliche Theilnahme an dem Geſchick des Andern an. Eine wunderbare magnetiſche Kette geſtaltet ſich und ſchlingt e ſich von Weſen zu Weſen fort. Der ewige Ring, das Myſterium der Liebe und Freundſchaft ſtellt ſich dar, und die zwei verſchlun⸗ genen Hände ſind ein Symbol, das Herz an Herz, Seele an Seele knüpft.
Solch ein Zauber mochte es ſein, der Agnes
den ganzen Abend in ſeinen Banden gefangen
hielt. Sie mußte wohl an den treuherzigen Hände⸗ druck des Fremden um ſo mehr denken, T einförmiges Leben bisher arm an ſolchen es⸗
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