Teil eines Werkes 
1. Band (1852) Christkind-Agnes : eine Stadtgeschichte / von Max Ring
Entstehung
Einzelbild herunterladen

raſ't die düſtre 1

gelaſſene Luſt. Leiche, von heit neugeborenes Le Mutter begrüßt ſich der Reichth das Elend. Le. Lachen und W wunderbare We ſchloſſen, in den des Daſeins me uns vorüberzieh Immer grö das Häuſermeer längſt die Ringm 3 weiter in der Ex. eine wüſte Flac Gebäude an. 4 Lücke ein, wo ei rene Kalkſteine den künftigen A nanchen Steller ie Straßenbelen eer verſpätete W 5

ſeiner Familie vor der neuen Wohnung, welche er heut zu beziehen gedenkt.

Auf einem kleinen Güterwagen, den er ſelbſt gefahren, ruhn die wenigen Habſeligkeiten, welche er im Begriffe ſteht, mit Hülfe der Seinigen abzu⸗ laden und im Keller aufzuſtellen. Die vorhandenen Möbel beſchränken ſich auf einen rohen Schrank, einen Tiſch aus Fichtenholz und einige Stühle. Zwei Bettſtellen ſcheinen für die Familie, welche aus ſteben Perſonen beſteht, nicht auszureichen, wenn wir nicht annehmen, daß die Dielen des Kellers das fehlende Lager erſetzen müſſen. Einige Teller, Schüſſeln und Kannen bilden den Haus⸗ rath. In der nicht allzugroßen Kiſte mag wohl die ganze Garderobe der Aeltern und der Kinder liegen. Dennoch ſoll es ſelbſt hier nicht an Lurus fehlen. Ein dichter Epheuſtock, mit friſchen grünen Sproſſen, und ein Vogelbauer, in welchem ein bun⸗ ter Zeiſtg luſtig hin und herflattert, deuten darauf hin, daß auch die Armuth darnach ſtrebt, ſich das Leben zu verſchönern und die rauhe Wirklichkeit zu ſchmücken. 4

Während ſo der Umzug der Familie vorge⸗ nommen wurde, rieſelte von dem grauen Himmel