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ten Ausbruch ſeines Entzückens die arme Martha zu ver⸗ letzen fürchtete.
„Gott iſt barmherzig,“ fügte er erſt nach einer Pauſe hinzu.„Er heilt die Kranken und richtet die Be⸗ trübten wieder auf. Alle Leiden, die er ſchickt, ſind nur Prüfungen für ſeine Kinder; aus den Dornen des irdi⸗ ſchen Jammers blühen die Roſen der himmliſchen Selig⸗ keit. Mußte doch der Erlöſer ſelbſt den Schmerzenskelch bis auf die Hefe leeren und das ſchwere Kreuz auf ſich nehmen, ehe er wieder zum Himmel aufſtieg. Wer nicht gelitten, hat auch nicht gelebt.“
Unter ähnlichen Betrachtungen und wahrhaft from⸗ men Geſprächen erreichten die Reiſenden das bekannte Städtchen und die Anſtalt, wo der Arzt ſie bereits er⸗ wartete. Er hatte die geneſene Paſtorin zwar auf den be⸗ vorſtehenden Beſuch ihres Mannes vorbereitet, aber ihr noch nichts von ſeiner Ankunft geſagt.
Welch' ein Wiederſehen!
Sprachlos hielten ſich die Glücklichen umſchlungen; Beide weinten ſtill. Erſt nach einer geraumen Zeit ließen ſie von einander und wendeten ſich zu den Uebrigen. Der Paſtor vermochte nicht zu ſprechen, ſtumm reichte er dem Arzt die Hand; er konnte nicht mit Worten, nur mit Thränen danken. Auch Martha, welche ergriffen mit Getrud dem rührenden Schauſpiele beiwohnte, wurde von


