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Deshalb neigte ſie zu einem heimlichen Verfahren hin, weniger aus Schonung und chriſtlicher Liebe, als aus Rückſicht auf die öffentliche Meinung. Nur mit Wider⸗ ſtreben gab der eifrige Prediger den Gründen der klugen Frau endlich nach, welche gern jedes Aergerniß vermied.
Sie übernahm es, Martha mit dieſem Beſchluße bekannt zu machen, was ſie ſo ſtreng und hart als mög⸗ lich that.
„Sie werden noch vor Tagesanbruch die Anſtalt verlaſſen, um nie dieſelbe wieder zu betreten, da Sie ſich der Ihnen erzeugten Güte im höchſten Grade unwürdig gemacht haben. Wichtige Gründe beſtimmen mich, von jeder andern wohlverdienten Strafe abzuſehen und Ihnen die öffentliche Beſchämung zu erſparen. Ich verlange kei⸗ nen andern Dank dafür, als daß Sie ſich ſo ſchnell als geräuſchlos wie möglich entfernen. Ihr eigenes Scham⸗ gefühl, ſofern Ihnen ein Reſt noch verblieben iſt, wird Ihnen Stillſchweigen über Ihren hieſigen Aufenthalt für immer auferlegen. Ich werde Schweſter Suſanna beauf⸗ tragen, Sie bis vor das Thor zu begleiten und für Ihre Entfernung Sorge zu tragen. Machen Sie ſich der un⸗ verdienten Schonung durch ein Leben voll Reue und Zer⸗ knirſchung würdig.“
Aehnliche Wünſche, die jedoch weit feuriger klangen
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