Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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ſelbſt weich werden konnte, daß ihm dann eine verführe⸗ riſche Liebenswürgigkeit zu Gebote ſtand, die an beſſere Zeiten mahnte.

„Laß es gut ſein!“ ſagte er mit ungewohnter Freundlichkeit.„Wozu uns an die Vergangenheit erin⸗ nern; wozu die Todten wieder aus dem Grabe herauf⸗ beſchwören? Was verloren iſt, kehrt doch nicht wieder. Wir haben Beide viel gelitten und noch mehr zu bereuen. Ich weiß, was Dein Vorſchlag ſagen will, welches Opfer Du mir damit bringſt. Darum will ich nichts mehr da⸗ von hören. Ich werde ſchon allein meinen Weg finden, und was liegt daran, wenn ein Kerl wie ich auch aus Mangel zu Grunde geht.“

„Das ſollſt Du nicht,“ antwortete Martha, er⸗ griffen von dieſen Spuren einer noch nicht gänzlich unter⸗ gegangenen Natur.„Ich will Dich retten und Dir zur Seite ſtehen; die Vorſehung hat Dich mir wieder zu⸗ geführt und ich werde Dich nicht verlaſſen. Ich gehöre zu Dir, wie Du zu mir.“

„Thorheit! Wo ich ſelber nichts zu leben habe, wie ſoll ich Zweie ernähren?“

„Ich werde es thun. Du weißt, was ich vermag; ich will für Dich arbeiten, durch Nähen und Sticken un⸗ ſer Brod verdienen, Stunden geben, Geſangunterricht er⸗