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Endlich ließen ſich über den Hof ſeine dumpfe Tritte hören; ein Schatten kam näher, ſie konnte deutlich die Umriſſe einer männlichen Geſtalt erkennen.
„Wo ſteckſt Du?“ frug ſeine gedämpfte Stimme.
„Hier bin ich,“ entgegnete ſie vortretend und ſtreckte ihm die Hand entgegen, um ihn zu leiten.
Er faßte ſie und fand ſie kalt wie Eis.
„Zum Teufel,“ fluchte er über eine Todtenbahre ſtolpernd.„Du haſt uns da einen reizenden Ort zum Rendezvous ausgewählt. Ich wittere Leichenduft. Ein ſchöner Aufenthalt für Liebende. Romeo und Julie in ei⸗ ner Gruft, dicht neben an der grauſame Tybald mit breiter Wunde in der Bruſt; zur Geſellſchaft Würmer⸗ ſpeiſe und Verweſung. Man könnte ordentlich eine Gänſe⸗ haut bekommen. Du ſcheinſt auch zu frieren, ſüßer Schatz! Komm her, ich will Dich erwärmen.“
„Ferdinand!“ antwortete ſie, ſeiner Umarmung ausweichend.„Ich habe ernſte Dinge mit Dir zu be⸗ ſprechen, und dazu ſcheint mir der Ort hier mehr ge⸗ eignet, als jeder andere.“
„Aha! Du glaubſt mir mit der finſtern Majeſtät des Todes zu imponiren und mich zu ſchrecken. Solch' ein Einfall ſieht Deinem romantiſchen Kopfe ähnlich und ge⸗ reicht Deiner Phantaſie zur Ehre. Du haſt aber wieder


