Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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klöſterlichen Eindruck noch zu vermehren, zieht ſich eine wenigſtens dreißig Fuß hohe Mauer rings um das ganze Haus. Ein ſchweres Thor von feſtem Eichenholz bleibt den ganzen Tag geſchloſſen und öffnet ſich nur auf ein Zeichen der Glocke; dann wie von unſichtbaren Gei⸗ ſterhänden aufgethan. Der reinliche, ſorgſam gepflegte Hof enthält die Wohnung des Pförtners, der jeden Eintretenden und Weggehenden genau beobachtet und einer ſtrengen Prüfung unterwirft. Zu beiden Seiten liegen geſchmackvolle Gartenanlagen, ſchattige Bäume und Gebüſche, die mit Blumenbeeten und Gemüſefeldern ab⸗ wechſeln. Es herrſcht hier eine tiefe Stille, die man, kaum dem lärmenden Geräuſch der nahen Stadt entflohen, am wenigſten in dieſer Umgebung erwarten möchte. Tritt man vollends näher, ſo wird man durch die majeſtätiſche Hauptform des Gebäudes überraſcht, an die ſich in ſelt⸗ ſamen Winkeln noch verſchiedene Seitenflügel ſchließen, unter denen die geräumige Kapelle mit dem aufſtrebenden Glockenthurme und dem vergoldeten Kreuz darauf ſo⸗ gleich ihre fromme Beſtimmung verräth. Zu beſtimmten Stunden und beſonders an Sonn⸗ und Feiertagen glaubt man noch die Chöre der heiligen Jungfrauen zu verneh⸗ men, begleitet von den ſchwellenden Tönen der mächtigen Orgel. Mitten in der proteſtantiſch aufgeklärten Stadt wundert man ſich dann nicht wenig über dieſe katholiſch