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als ſonſt in die Kirche und ſuchte im Gebete Troſt und Stärke. Viele ſeiner Kollegen ſahen darin nur ein Anſchließen an die herrſchende fromme Richtung, welche von oben herab ausging, und mit manchen irdiſchen Vortheilen verbunden war, während er ſel⸗ ber doch nur einem tiefgefühlten Bedürfniſſe zu folgen glaubte und wirklich in der Religion eine ihm nö⸗ thige Stütze fand. Der Beſuch bei dem Prediger und die herzlich fromme Zuſprache desſelben ſchienen ihm überaus wohlgethan zu haben; ein ſchon lange nicht mehr gekannter Friede kehrte in ſein Herz zu⸗ rück, und er überließ ſich einer beruhigten und hoff⸗ nungsvollen Stimmung. Er war ſoeben in ſeine Wohnung angelangt, als der Wagen des würdigen Präſidenten vorfuhr. Die unerwartete Ankunft ſeines hohen Gönners verſetzte ihn in die freudigſte Auf⸗ regung, da er dieſen Beſuch mit der ihm bereits angekündigten und nahe bevorſtehenden Beförderung in Verbindung brachte. Mit ſchnellen Schritten eilte er dem verehrten Gaſt entgegen, um ihn zu begrü⸗ ßen und zu dem bequemen Seſſel hinzuleiten. In ſeiner vorgefaßten Meinung überſah er nur zu leicht die ernſte, faſt traurige Miene des würdigen Greiſes, der mit einer ſonſt nicht bemerkten Abgemeſſenheit für alle ihm aufgedrungenen Höflichkeiten dankte.


