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nicht entgehen. Dazu waren alle Ausſichten vorhan⸗ den und umſomehr wurde der Vater gekränkt und erbittert, als der Sohn vielleicht durch eigene Schuld alle dieſe glänzenden Ausſichten nach und nach ver⸗ nichtete. Wie viele junge Leute in der Hauptſtadt ließ er ſich anfänglich von dem Strudel der Vergnü⸗ gungen und Zerſtreuungen hinreißen; er vernach⸗ läßigte ſeine Arbeiten und ſein Studium, wodurch er die Unzufriedenheit ſeiner Vorgeſetzten erregte. Da⸗ bei fehlte es ihm keineswegs an Geiſt und Talent, aber die mechaniſche Thätigkeit ſagte ihm nicht zu und er glaubte zu etwas Höherem geboren zu ſein, als einen gewöhnlichen Aktenmenſchen einmal abzu⸗ geben. Er theilte in dieſer Beziehung den allgemei⸗ nen Fehler der Jugend, welche fliegen will, bevor ſie noch das Gehen gelernt hat, und die nicht begreift, daß das Genie zum großen Theile ſeine Erfolge dem von ihr verachteten und für philiſterhaft ver⸗ ſchrieenen Fleiße verdankt. Das Beiſpiel und die Ermahnungen des Vaters waren umſonſt, da der Sohn in ihm nur den Typus des veralteten Beam⸗ tenthums, einen Repräſentanten des herrſchenden Zo⸗ pfes ſah. So nahte die Zeit des zweiten Examens, der eigentlichen Staatsprüfung, womit die wirkliche Anſtellung verbunden iſt. Friedrich war nicht genü⸗ 2*


