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Der Geheimrath : ein Lebensbild / von Max Ring
Entstehung
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ſchen Hauſe zu fahren, wo ein köſtliches Diner ſei⸗ ner wartete.

Geblendet von der glänzenden Erſcheinung ſtarrte der Viktualienhändler ihr noch lange nach, bis die elegante Equipage um die Ecke bog. Die Summe ſeiner Gedanken machte ſich durch einen tiefen Seuf⸗ zer Luft.

Wird der wieder eſſen, ſagte er zu ſeiner da⸗ neben ſtehenden Ehehälfte.Und trinken wird er die feinſten Weine. Da iſt nichts gut genug: Cham⸗ pagner, wo die Flaſche zwei Thaler und zehn Gro⸗ ſchen koſtet, und das ſchöne Gefrorene. Das Waſſer

läuft Einem ordentlich im Munde zuſammen, wenn

man nur daran denkt. Ja, ja, Unſereiner muß ſich plagen und ſchinden und dem fliegen, ſozuſagen, die gebratenen Tauben ins Maul.

Plötzlich fielen die Augen des Redners auf ſeinen Knaben, der wieder mit dem Hunde ſpielte, nachdem die Pferde, welche ihn für einige Zeit ſei⸗ nem Buſenfreunde entführt hatten, verſchwunden waren. 3 Der Junge muß mir auch ſtudiren, rief der Viktualienhändler laut und mit der Beſtimmtheit aus, welche ein feſt gefaßter Entſchluß zu geben pflegt.

Wo denkſt Du hin, Chriſtian! wandte die

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