287 krug. Mattes Ampelnlicht. Das Ungewitter hat nach⸗ gelaſſen).— Gaſton.(gefeſſelt; aus bem Hintergrunbe vorſchrei⸗ tend, und ſich auf die Bank ſetzenb). Im hellen Sonnenſchein, an eines Baches Rand,
Von ſchönen, bunten Blumen rings umblüht, Genaß die Mutter eines ſchoͤnen Knaben. Das Kind war blind, von allen ſchönen Sachen, Von allem ſüßen Tand' bemerkt' es nichts.— Die ſchönſte Blum' zerriß es ungeſtüm, Da es der Farben Schmelz, die holde Pracht Nicht ſah.— In Jähzorn wuchs es auf, da ihm Der ſchönſte Sinn, die milde Sehkraft fehlte.— (aufſtehenb) Doch plötzlich leuchtete in ſeine Nacht Ein holdes Bild mit wunderſamer Macht. Erhellet hob des Auges offner Stern Zu ihm ſich auf, und ſank geblendet nieder. So hoher Reiz, ſo reine Lichtgewalt, Mußt' den ſo lange Blinden wohl befährden, Das große Glück auf's Neue zu verlieren. Da lieh die Lieh' dem Bild den zarten Schleier,


