Teil eines Werkes 
2. Band (1820)
Entstehung
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Ihn toͤdten, der in Kerkernacht jetzt ſchmachtet? Ihr gönnt ihm nicht die feuchte Moderluft, Die er in unterirrd'ſchen Klüften athmet? Ihn ſoll ich ſterben laſſen, der mein Leben? Was wäre mir's wohl, wenn ich todt ihn wüßte?— 3 O könnt' ich ihn erretten, welche Wonne! Wie ſchön wär's dann in dieſer Welt zu wohnen Mit Gaſton, einſam lebend und geſchieden Von höſti Menſchen— wie ich's einſt mir träumte, In einem Thal', wo Fried' und Ruhe weilt, Wo Glück und Liebe Roſenketten winden, Und wo das Leben, wie ein froh Gedicht, Verträumt wird unter uüpp'gen Blüthenlauben— Doch halt— iſt denn dies Eden mir verſchloſſen? Ich ſchleiche zu dem Theuern mich, verkleidet Als Page läßt die Wache mich hinein— Mit einem Dolche ſtoßen wir ſie nieder— Wir fliehn nach Spanien— dort ſind wir ſicher— Mir hat ſein Leben er dann zu verdanken,

Und jeder Zweifel, jeder Argwohn ſchwindet.—