11 entgegenſchimmert, ſo iſt es doch eben ſie, wel⸗ che uns reger anſpricht; etwa wie die gänzlich fremde, wunderbare Welt eines Mährchens; es entzückt uns ferner die höchſt ſinnreiche Er⸗ findung der Fabel, die mit ſo vielem Scharfſin⸗ ne angelegten Verwickelungen, und endlich die allen Völkern angehörende Poeſie, die dem gan⸗ zen Werke zum Grunde liegt und ſelbſt in den kleinſten Ausſchmückungen herrlich hervortritt.
Daher kommt es wohl, daß unſern Schau⸗ ſpielern von einiger Bedeutung, denen die zisance im franzöſiſchen Luſtſpiele beinahe gänz⸗ lich fehlt, die Darſtellung der ſpaniſchen Charak⸗ tere vollkommner gelingt, da das Pathetiſche in der Deklamation und die dazu erforderliche äu⸗ ßere Grandezza viel eher bei ihnen anzutreffen iſt. Die Spanier und Engländer, die in der Reihe ihrer Dichter die zwei größten zählen, die je gelebt haben: Calderon und Shakes⸗ peare, ſind die einzigen Nationen, die ihr ei⸗ genthümliches Theater beſitzen. Die Franzoſen, die ſich mit ihren chef- d'oeuvres ſo ſehr brü⸗


