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vielfaͤltig gegeben und verliehen hat, und kommt mir mein Ungluͤck, darin ich lange Zeit geweſen, al⸗ lein daher, wenn ich mit meinen Feinden und Wi⸗ derwaͤrtigen gehandelt, daß ich ihnen vertraut habe und vermeint, ja ſollt ja ſein, und nein ſollt nein ſein, und was man einander zugeſagt, daß man das wie billig halten ſollte. Darauf hab ich mich ver⸗ laſſen, vertraut und gemeint, andre Leute ſollen thun, wie ich mein Lebtag' gethan habe, und durch ſolche Urſachen und zu viel Vertrauen bin ich, wie gemeldet, in all' mein Ungluͤck kommen und erwachſen. Wenn ich aber als ein Feind meinen Feinden nie vertraut, wie denn nach Gelegenheit wohl beſchehen mag, iſt es mir mit Gottes Gnad' und Huͤlfe gluͤcklich und wohl gegangen, anders kann ich Gott ſei Lob, nicht ſagen, denn da ich habe gewußt, wie ich mich gegen meine Feinde halten ſollte, Gott der Allmaͤchtige helfe mir noch.
Das habe ich als ein alter, erlebter, betagter Mann allen frommen, lieben und gottſeligen, red⸗ lichen Menſchen, ſie ſeien Kriegsleute oder ſonſt, ho⸗ hen und niedern Standes, Kaiſerl. Majeſtaͤt, Chur⸗ fuͤrſten, Fuͤrſten, Grafen, Freiherren, Rittern und Knechten, Staͤdten und Andern, ſie ſeien, in welchem Stande ſie wollen, Geiſtlichen und Weltlichen, die in Fehden und Kriegslaͤufften begriffen, als ein alter Treuer von Adel, zu einer Warnung und Exempel aus treuem Herzen und Gemuͤth nicht wollen verhal⸗ ten. Und helf' uns darauf Gott, das ewige Wort, dem armen Leib hie und der Seelen dort, behuͤt uns auch der allmaͤchtige Gott vor dem ewigen Tod, Amen!
Gottfried von Berlichingen zu Hornberg.


