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Gottfrieds von Berlichingen Ritterliche Thaten / mit Einleitungen und Erläuterungen herausgegeben von Dr. Karl Riedel
Entstehung
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koͤnnt oder wuͤßt zu erinnern, daß es nicht die rechte gruͤndliche Wahrheit ſei. Und will alſo hier⸗ mit meine Sachen zu Gott ſetzen, der ſoll mein Zeuge ſein hier auf dieſem Jammerthale und am

jüͤngſten Gerichte, daß ich mein Lebenlang, es ſei

als Knabe oder in meinen maͤnnlichen Tagen, kei⸗ nem Biedermann, er ſeie wer er wolle, Feind oder Freund, dem ich wenig oder viel, klein oder groß

von meiner Jugend an bis ins Alter zugeſagt, wel⸗

ches nicht die Wahrheit geweſen, oder ihm nicht Treue und Glauben gehalten, oder daß ich auch mein Tag an einigem Brief oder Siegel, es ſei meiner Gefaͤngniß oder anders halben, einigen Man⸗ gel gelaſſen, oder daß ich mich auch nicht als wie einem frommen Ehrlichen von Adel gebuͤhrt, ge⸗ halten haben ſollte, ich ſeie gleich gegen Freunde odey Feinde gebraucht worden. Das weiß ich mich mit Gott und der Wahrheit frei zu beruͤhmen. Wiewohl ich dennoch von hohen und niedern Staͤn⸗ den etwan gewarnt bin worden, mich wider mein Zuſagen nicht zu ſtellen, aber ich bin allwegen mei⸗ nen Zuſagen, Glauben und Pflichten, die ich ge⸗ than, nachgekommen, und gegen meine Feinde, de⸗ ren viel im Schwaͤbiſchen Bund, Fuͤrſten und An⸗ dere geweſen, ſo ich mit ihnen in Krieg und Fehden geſtanden, auch meiner Nothdurft nach gehandelt habe. Aber es iſt Gottlob Alles vertragen, ge⸗ ſchlichtet und gerichtet. So habe ich mich auch meinen Pflichten nach in ihre Haͤnde geſtellt, wie⸗