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Gottfrieds von Berlichingen Ritterliche Thaten / mit Einleitungen und Erläuterungen herausgegeben von Dr. Karl Riedel
Entstehung
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Pferde hatte, ſondern meiner Gefaͤngniß und Urfehde gewartete, ſo ſchrieb ich ihnen doch wieder, daß ich keine Summa benennen koͤnnte, aus der Urſache, daß ich Sorge haͤtte, ich koͤnnte nicht Reiter auf⸗ bringen, aber ich wollte doch ſo viel mir moͤglich, keinen Fleiß ſparen und bei ihnen erſcheinen. Da brachte ich dennoch in kurzer Zeit etliche 100 Pferde zuſammen und zog mit ihnen an die Orte, da ich hinbeſchieden worden, und kommen Etlichen meiner Freunde Briefe zu, die gleich mir, in Fußſtapfen zu Gefallen mit ritten; das hab ich fuͤr treulich, ehrlich und wohl von ihnen verſtanden und vermerkt. In Summa, ehe wir in Oeſterreich kommen, da war der große Haufe zu Peſth von den Tuͤrken geſchla⸗ gen, und flohen Etliche derjenigen, die dabei gewe⸗ ſen ſind, das Land gegen uns herauf und ſtießen auf uns ins Land Baiern. Nun zogen wir nichts deſto weniger fort und legten uns um Wien herum in etliche Flecken, da lagen wir 1 oder 2 Monat, da war der Winter da, daß man uns erlaubte und befahl, abzuziehen. Und das groͤßte Abentheuer, das ich und mein Haufe beſtanden, das iſt das geweſen, daß es im Land Baiern bis in Oeſterreich feindlich ſtarb, und kam der Sterb unter meinen Haufen auch, und ſtarben etliche Edle und Unedle. Das iſt das Abentheuer, das ich in dem Kriege beſtanden habe, darnach zog ich mit meinem Hau⸗ fen durch das Land Boͤheim heraus auf Neumarkt