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Gottfrieds von Berlichingen Ritterliche Thaten / mit Einleitungen und Erläuterungen herausgegeben von Dr. Karl Riedel
Entstehung
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zu bleiben auflegen, denn ich thun wollte, da ſagte ich frei zum ganzen Haufen, ſie ſollten mich alſo wie ich bewilligt, die acht Tage bleiben laſſen, ich wollte mich dermaßen halten, ſie ſollten mein eben⸗ ſobald muͤde werden, als ich ihrer. Und das geſchah auch und waͤhrte ſolche Hauptmannſchaft nicht uͤber acht Tage, wie ich geſagt hatte. Alſo zogen ſie'nein vor Wuͤrzburg, und lag das Lager hinaus zu Hutt⸗ berg; da hatten ſie abermal eine Gemeine, und wollten weder Fuͤrſten, Herren noch Edelleute bei ſich haben, und gaben mir auch vor der Zeit, wie ich ihnen geſagt, Urlaub. Da war ich mein Leben⸗ lang nicht froher, denn ich ließ mir in den 8 Tagen, was ich im Sinne hatte, das Herz nicht abſtoßen, wie ich denn nie ein Heuchler geweſen bin und noch auf dieſen Tag nicht, und redete nichts, das ihnen gefallen that, gab ihnen auch nicht Recht, wo ſie Unrecht hatten. Als ſie nun gen Wuͤrzburg kamen, richteten ſie die Sachen dahin, daß man ſie hinein in die Stadt ließ, und lagen bei St. Burkhards Muͤnſter und daſelbſt herum um die Bruͤcke, auch viel⸗ leicht zum Theil in der Stadt darinnen, denn es waren der Haufen viel. Und wie wir alſo etliche Tage zu Wuͤrzburg gelegen, da kommt ein guter frommer treuherziger Mann der vielleicht ſahe, daß ich die Sachen meiner Meinung nach treulich und gut gemeint und nicht jedwedem redete, was ihm wohlgefiel) zu mir allein und warnet mich, ohne Zweifel aus redlich treuer Meinung mir zu Gutem,