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Gottfrieds von Berlichingen Ritterliche Thaten / mit Einleitungen und Erläuterungen herausgegeben von Dr. Karl Riedel
Entstehung
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berg noch inne gehabt, in guten Trauen und Glauben ge⸗ liehen. Nun war meines gnaͤdigen Herrn Meinung, daß Wilhelm von Habern und ich die Sache ſollten anfangen und uns als Ihre Churfurſtl. Diener ſoll⸗ ten brauchen laſſen. Und ſagte ich zu Wilhelm von Habern:„Mein Geſell, Du haſt gut wiſſen, daß ich viel Fehd und Feindſchaft gehabt habe, auch meine Herren und Freunde bemuͤhet und gebraucht, die ſich meinethalben in große Sorgé und Faͤhrlich⸗ keit begeben. Sollte nun derſelben guten Geſellen einer im Handel verdaͤchtig ſein oder werden, das waͤre mir beſchwerlich, ihn niederzuwerfen, ſonder⸗ lich ſo unverwahrt meiner Ehren(ehe ſchriftlich die Fehde angekuͤndigt worden.) Und ſagte, weil wir nun Beide Pfalzgraͤfiſche Diener waͤren, und es unſer gnaͤdiger Churfuͤrſt und Herr unſern Pflichten nach je haben wollte, daß ich fuͤr gut angeſehen, wir haͤtten Ihrer Churfuͤrſtl. Gnaden angezeigt, daß, wie wir

gleichwohl geſtuͤnden, wir verpflichtete Diener waͤren,

aber wider Jemand unverwahrt der Ehren uns ge⸗ brauchen zu laſſen, das waͤre uns zum Hoͤchſten beſchwerlich. Und war demnach meine Meinung,

ſo mein gnaͤdiger Churfuͤrſt und Herr, der Pfalz⸗

graf je wollte haben, daß wir uns ſollten brauchen laſſen, daß wir deshalben ein Ausſchreiben thun, und maͤnniglich, wie die Handlung an ſich ſelbſt beſchaffen und der unſchuldige junge Geſell Georg von Boͤdigheim unredlicher Weiſe, uͤber das ſein Vater ſel. das Seine aus treu nachbarlicher Meinung

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