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Gottfrieds von Berlichingen Ritterliche Thaten / mit Einleitungen und Erläuterungen herausgegeben von Dr. Karl Riedel
Entstehung
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Nichts als einen Spaß vormachen ſollte! Die Phantasmagorie ſteht leibhaftig vor mir und wirbelt und tanzt, beugt ſich und neigt ſich. Mitten in dieſer Menagerie kommt ein Ritter geſchritten, mit funkelndem, blutduͤrſtigem Auge, uͤber den Panzer eine Bulldogghaut gewor⸗ fen, mit rechter Doppelſchnauze am Ende kein Andrer, als Ritter Goͤtz von Berli⸗ chingen, der die Urfehde bricht, faͤngt mit dem Strauße, den Kameelen, dem beiner⸗ nen Eſel und dem Bauer, ſeinem Treiber, und den verſchiedenen Hunden, den Romantikern, wie den Spionierern, ja zuletzt mit dem Loͤwen ſelbſt Haͤndel an. Was geſchieht? Wenn ich ein Poet waͤre, wuͤrd' ich's euch ausmalen. Der Ritter erſchlaͤgt den Loͤwen und ſich ſelbſt legt er Kron' und Scepter zu. Aber der Loͤwe wird wieder aufgeweckt, freilich nur zu ſeiner Schmach. Der Ritter heißt ihn ſeinem Triumphzuge fol⸗ gen, und der ſtolze Loͤwe, ja der Loͤwe muß am Zaume den Eſel fuͤhren, auf dem der ge⸗ ſcheitelte Affe reitet. O Schmach!

Hiemit iſt mein Spaß aus; ich bitt' Euch laßt mir ihn hingehen. Gott weiß es, ich hab' ihn nicht boͤſe gemeint. Und die Vorrede iſt auch aus. Wer ſie ſchrieb? Dr. Riedel und ſein wackerer Verleger werden es euch nicht verra⸗ then. Ich ſelbſt aber habe eſſen, trinken und ſchweigen gelernt.