Teil eines Werkes 
13. bis 16. Bändchen (1854)
Entstehung
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Der Hochzeitstag war bereits angebrochen auf Eds⸗ bro. Es war ein Tag der Liebe, der Treue, der Hoff⸗ nung.

Horner hatte alle Unterthanen des Guts zuſammen⸗ kommen laſſeu.

Glück und Freude ſtrahlte von ihren Geſichtern.

Die Segnungen der ſtlllen, der nützlichen, der redlichen Arbeit breiteten Frieden und Vergnügen über alle aus. Als der Trauungsakt gefeiert war, trat Horner auf den Balkon zu dem zahlreich verſammelten Volk hinaus.

Horner war von den Neuvermählten umgeben.

Jeſpersſon führte Sophie an ſeiner Hand, Carl Auguſt Charlotte, Hermann Emma, und Guſtav Anna. Lieb Es war ein ſchönes Gemälde, reich an Wonne und

Liebe..

Der redliche Horner ſtand wie ein guter Vater oder wie ein friedlicher Pätriarch da.

Bei ſeinem Anblick ging ein Beifallsgemurmel durch die dichten Reihen des Volks: ſie liebten und achteten in ihm einen vortrefflichen Herrn, einen redlichen Freund, einen guten und vorſorglichen Mann.

Auch Horner wollte ſprechen, aber er wurde von einer ſo tiefen Rührung erfaßt, daß die Worte auf ſeinen Lippen erſtarben.

Niemals hatte er in ſeinem Herzen aufrichtiger für alle die Segnungen, die ihn umgaben, Gott ge⸗ dankt, als jetzt; niemals hatte er ſich glücklicher ge⸗ fühlt, als in dieſem Augenblick.

Welche Seligkeit fand ſich nicht auch in ſeiner Familie vor; wie viel Vergnügen und Zufriedenheit weilte unter ſeinen Unterthanen.

Alles das hätte er mit der ganzen Wärme eines gerührten Herzens ausdrücken mögen, aber er verſtummte vor dem Beifall des Volks.

Seht mich an, rief er endlich im Uebermaaß ſeines Gefühls,und denkt an euch ſelbſt.

Ridderſtad, Vater und Sohn. III.