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als jetzt in der häuslichen Seligkeit, die nicht blos auf dem Herrnhofe, ſondern auch ſelbſt in der geringſten Hütte aufblühte. Die häusliche Andacht ſtellte ſich von ſelbſt ein. Mit dem Wohlſtand kam der Friede in jedes Herz, mit dem Frieden kam das Gebet. Es war kein Zwang mehr ſo zu handeln, wie ein guter Chriſt und ein guter Menſch handeln ſoll; es war ein Bedürfniß.
Man war übereingekommen, mit der Vermählung der jungen Paare noch ein wenig zu warten.
Die Verlobungszeit iſt der Frühling der Liebe, und man gönnte den jungen Leutchen noch, ſich an der Anmuth der Frühlingsblumen zu laben.
Der Leſer hat ſicherlich errathen, daß Haus es war, der aus Reue über ſein Verbrechen in einem Augen⸗ blick der Gewiſſensqual Alfred anzeigte und ſeine Ver⸗ haftung veranlaßte.
Gleichzeitig wurde auch Maja, ſein Weib, ergriffen. Loh Sie wurde zum Zuchthaus verurtheilt, Hans zum
od. Man rieth ihm beim König um Gnade einzukom⸗ men, aber Hans freute ſich zu ſterben.
Er betrachtete den Tod als das einzige Mittel, die Gnade Gottes zu gewinnen. Für ſein ewiges Leben, und er dachte jetzt an nichts anderes mehr, glaubte er kein anderes zu bedürfen.
An demſelben Tag, wo Maja ins Zuchthaus ge⸗ führt wurde, beſtieg Hans das Schaffot.
t 4. Wüit tief religiöſer Ergebung trat er an den Richt⸗ ock. Als er hinaufkam, bat er um die Erlaubniß, einige


