Teil eines Werkes 
13. bis 16. Bändchen (1854)
Entstehung
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Ach mein Gott... werden Sie es... werden Sie es...

Dann würde ich meine Hand auf Ihre Bruſt legen und Ihr Herz bitten ruhig zu ſein.

Sie würden das thun?

Dann würde ich in Ihre Augen blicken und zu Ihrer Seele ſagen: Glaube und hoffe!

Jespersſon wagte kaum zu athmen.

Und ich würde hinzufügen, ſagte ſie,hinzu⸗ fügen... A

Aber ſie hielt inne.

Hinzufügen? wiederholte Jespersſon.

Sophie nahm ihren Muth in beide Hände.

Nun wohl denn, fuhr ſie fort,und ich, ich würde hinzufügen, daß Sie in vier Monaten mich wie⸗ derſehen..

Jespersſon fuhr zuſammen. In vier Monaten war Sophiens Trauerzeit um ihren Mann vorbei; aber als Jespersſon ihre Hand ergreifen wollte, zog ſie ſich zurück und entfernte ſich.

Jespersſon konnte kaum glauben, was er gehört hatte. Sollte wirklich Sophie ihn lieben? Aber er war ja ſo alt und ſo grauhaarig; es ſchien ihm un⸗ möglich.

Wie ſehr bereute er jetzt ſein ganzes vergeudetes Leben, ein Leben ohne Liebe. Nie war er auf einmal zu gleicher Zeit glücklicher und unglücklicher geweſen als jetzt. Er beſchloß mit ihr zu ſprechen, und bei der erſten Gelegenheit legte er ſeine ganze ſtürmiſche Seele offen vor ihr dar.

Sophie hörte ihn mit freundlichem Lächeln an.

Sehen Sie in meine Augen, bat ſie ihn.

Er ſah hinein,

Was ſehen Sie?

Aufrichtigkeit und Güte.

Jespersſon,. fuhr ſie fort,wenn Sie mir zu