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Familie Boijer traf, da blickte ich mit unwiderſtehlicher Angſt auf mein eigenes Leben zurück. Ich ſtellte eine Vergleichung an. Was war wohl die Urſache, welche die Familie Boijer zu Fall gebracht hat? Die Trunken⸗ heit, der Rauſch. Unter verſchiedenen Umſtänden hatten ſie auf dieſe Familie gewirkt. All ihre Verbrechen hatten mehr oder minder tief ihre Wurzel in dieſem Laſter. Es war gleichſam eine Familienkrankheit, die herrſchend und entſcheidend in das ganze Leben dieſer Familie ein⸗ griff. Die Völlerei iſt keine Entſchuldigung für ein Ver⸗ brechen, ſie fügt nur noch ein weiteres Laſter zum Ver⸗ brechen. Aber von dieſer Familie wandte ich meine Augen auf mich ſelbſt. Sie wiſſen, daß Ihr Vater von meiner Kugel fiel. Von dem Augenblick an, wo ich den Kummer Ihrer Mutter an ſeiner Leiche ſah, be⸗ reute ich das Verbrechen. Zwar ſuchte ich gegen die Vorwürfe meines Gewiſſens Schutz in dem leichtſinnigen Gedanken, daß die That in der Trunkenheit begangen worden ſei. Gleichwohl aber irrte ich wie ein Geächte⸗ ter auf der Erde umher, und lachte höhniſch über die Welt, da ich noch nicht begriff, was eine wahre Reue beſagen wolle. Aber als ich jetzt die Nemeſis ſah, welche die gräßliche Geißel der Strafe über die Familie Boijer ſchwang, da fühlte ich, was die Strafe iſt, und was die Reue vermag. Da begriff ich ſowohl, was kurz zuvor ein Diener der Kirche zu mir geſagt hatte, ich verſtand, daß nur eine tiefe und wahre innere Reue mir meinen Frieden mit mir ſelbſt, Verſöhnung mit Gott und Liebe zu Andern wiedergeben könnte. Ich verließ Wardnäs, ich zog mich in eine ſtille Einſamkeit zurück. Da kam Ihr Brief an, Hermann. Sie verlang⸗ ten eine Erklärung über Ihres Vaters Tod. Aus dem ganzen Styl erſah ich Ihre düſtere Gemüthsſtimmung. Wie ich mich auch hätte erklären wollen, ſo glaubte ich vorausſehen zu können, daß Sie mich gefordert haben
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