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„Warum nicht?“
„Weil ich nicht darf.“
„Warum darfſt Du nicht?“
„Weil ſie einem Andern gehört.“
„Warum gehört ſie einem Andern? Liebt ſie ihn?“
„Ich weiß nicht.“
„Warum weißt Du es nicht?“
„Weil ich es nicht glaube.“
„Warum glaubſt Du es nicht?“
„Darum,“ ſtammelte Hermann,„darum...
Carl Auguſt folgte ſeinem Gedankengang Wort für Wort, Schritt für Schritt.
„Weil,“ fügte Carl Auguſt hinzu,„weil ſie einen Andern liebt.“
Hermann fuhr blos mit der Hand über die Stirn.
„Nun wohl,“ fuhr Carl Auguſt fort,„wenn ſie einen Andern liebt und von ihm geliebt wird, was iſt er ihr dann ſchuldig?“
„Daß er ſich entfernt.“
„Das mag ſein, aber iſt er ihr nicht auch auf dem Wege durchs Leben ein aufmunterndes Abſchiedswort, einen theilnehmenden letzten Blick, einen freundſchaftlichen letzten Handſchlag ſchuldig? 2“
Hermann wußte nicht, was er antworten ſollte.
„Darf er ſich,“ fuhr Carl Auguſt fort,„ſo kalt ent⸗ fernen, daß ſie nicht weiß, ob er dieß aus Gleichgiltig⸗ keit oder aus Verachtung thut?“
„Verachtung? Mein Gott...“
„Sag' mir, Hermann, willſt Du einen guten Ein⸗ druck bei ihr zurücklaſſen?“
„Ach ja!“
„So vergiß niemals die Rechte des ſchwachen Her⸗ zens gegen die kalte Pflicht in Schutz zu nehmen.“
Hermann ging im Zimmer auf und ab; dann blieb er vor dem Freunde ſtehen.
„Willſt Du mir,“ ſagte er,„nur auf ein Paar
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