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Aber keine Himmelfahrt iſt gefährlicher, denn der Sün⸗ denfall liegt dicht daueben.
Die Uebergänge bei Berauſchten ſind haſtig. Im einen Augenblick iſt Alles beiter und freundlich, im andern iſt es mit Pech beſchmiert und voll Raſerei und Täuſchun⸗ gen. Der Rauſch iſt eine Uebertreibung nach allen Sei⸗ ten hin.
„Da gib die Flaſche her,“ ſagte Hans.
Aber Maja war eben im Begriff noch einen Schluck zu nehmen und er ſchmeckte ihr ſo gut, daß ſie die Flaſche nicht mehr von ſich ſtellen wollte.
„Schweig,“ antwortete ſie, indem ſie ihn mit dem Fuß trat,„die Flaſche iſt mein.“
„Das iſt erlogen,“ meinte Hans,„ſie iſt mein.“
„Dein?“ wiederholte Maja,„ſage das nicht noch einmal, wenn ich Dir gut zum Rath bin.“ Die Gluth der Erbitterung glänzte bereits in ihren Augen.
„Iſt die Flaſche nicht mein?“ fragte Hans.„Ach ſo... ſie iſt nicht mein...“
„Ich habe Dir geſagt, daß ſie mein iſt.“
Hätte nicht Zorn und Erbitterung mit ihrer haſtig aufregenden Kraft auf einmal Hans durchzuckt, ſo hätte er in ſeinem damaligen Zuſtand nicht mit ſolcher Schnel⸗ ligteit von ſeinem Platz aufzuſpringen vermocht, wie er jetzt that. Aber ſchnell wie ein Pfeil ſtand er augen⸗ blicklich an Majas Seite und ergriff mit ſeiner Hand die Flaſche.
„Laß ſie los,“ rief er,„ſie iſt mein.“ „Ich laſſe ſie nicht los,“ antwortete Maja,„ſie iſt mein.“
Hans ſtampfte auf den Boden und ſein Geſicht ver⸗ zerrte ſich. Alle glänzenden Zukunftstränme waren be⸗ reits weit, weit fort. Der Zorn drängte ſie blitzſchnell in die kleinſte Nußſchale in der Welt zurück, in dieſes


