Teil eines Werkes 
7. bis 12. Bändchen (1854)
Entstehung
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Luſt? Ei, beim Henker! Luſt...

Du heiratheſt Anna, und dann geht die Sache

von ſich ſelbſt.

Anna... ich? Amerika... was?

Johann jubelte, er wußte keine Worte für ſeine Freude zu finden.

Nur nicht gar zu laut, erinnerte Lars;ſiehſt Du, Johann, die Sache bleibt vor der Hand noch zwi⸗ ſchen uns. Du begreifſt wohl, daß wir vorher die Er⸗ laubniß vom Gutsherrn haben müſſen, ehe wir den Dienſt verlaſſen können; aber dafür will ich ſchou ſor⸗ gen, jedoch nur unter der Bedingung, daß Du das Maul hältſt und gegen Niemand etwas verlauten läſſeſt. Glaubſt Du, daß Anna Luſt habe, nach Amerika zu reiſen? Nein, beim Teufel, nein. Erfährt ſie die Sache, ehe ſie Dein Weib iſt, ſo verderbt ſie uns den ganzen Spaß; aber hernach, da kannſt Du mit ihr aufangen, was Du willſt; denn ſieh, die Ehe iſt doch eigentlich blos ein kleiner Stall, wo man das Weib hineinſtellt, und hernach macht man mit ihr, was man will. Begreifſt Du das?

Aber Johann war ganz ernſthaft geworden, wäh⸗ rend Lars ſprach.

Hören Sie jetzt, Vater Lars, bemerkte er mit einer ſehr bedenklichen und zweifleriſchen Miene,Sie haben ſich alſo alle Gedanken an Herrn Alfred aus dem Kopf geſchlagen? Iſt es wirklich wahr?

Du biſt ein dummer KerlJohann. Trink, ſo wirſt Du klüger werden. Alfred verheirathet ſich, ſo viel ich weiß, am Sonntag, und was kann man alſo noch mit ihm machen? Wäre er Junggeſell geblieben, ſo wäre es etwas Anderes geweſen; aber jetzt lohnt es ſich nicht mehr der Mühe. Haſt Du übrigens nicht bemerkt, daß er gar nicht mehr hieher kommt?

Das iſt freilich wahr. Nun ja, dann begreifſt du wohl, daß man an