Teil eines Werkes 
7. bis 12. Bändchen (1854)
Entstehung
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ſei, obſchon ſie ihm allerdings ziemlich ſonderbar vor⸗ kam, zumal da ſie mit einem Diebſtahl in Verbindung ſtand, den er ihm ſchlechterdings nicht zutrauen konnte.

Inzwiſchen wußte er, daß Haus bei der Fahrt zu⸗ gegen geweſen war, und er beſchloß, ſich durch ihn nähere Kenntniß des Sachverhalts zu verſchaffen.

Aber Hans wußte nicht blos, um was es ſich han⸗ delte, er wußte auch, daß er jetzt das Vertrauen und die Unterſtützung ſeiner Herrſchaft beſaß, und dieß flößte ihm eine Zuverſicht und eine Ruhe ein, welche allen mehr oder minder ſchlauen Verſuchen Larſens, die Wahrheit zu ergründen, Stand hielt.

Inzwiſchen war Lars beharrlich. Wenn ein Ge⸗ danke einmal bei ihm erwacht war, ſo ſaß er in ſeinem Kopfe feſt wie ein Nagel, zu deſſen Herausziehung man einer tüchtigen Hufzange bedurfte.

„Dummer Lars,“ dachte er wieder,„es kann doch wohl nicht ſo ſchwer ſein, dieſem Geheimniß auf die Spur zu kommen, wenn Du Dich nur klug anſchickſt. Mit Branntwein... kann man ja beim Teufel Alles erfahren, was man nur will.“

Bei dieſem ſeinem Raiſonnement begriff er auch Jo⸗ hann mit ein.

Der Gedanke, jetzt mit ſicheren Schritten auf ſein Ziel loszugehen, machte Lars ganz aufgeräumt.

„Der Branntwein,“ murmelte er,„iſt doch die größte Macht auf Erden. Im Himmel wird er wohl nicht viel gelten, aber hier iſt es anders. Wenn der liebe Gott uns Verſtand gegeben hat, ſo nimmt der Branntwein ihn hinweg; wenn...“

Aber Lars war kein Philoſoph, und er kam in ſei⸗ nen Betrachtungen nicht weiter.

Eines Abends, als Johann noch mit Holzſpalten im Hof beſchäftigt war und Hans allein an einigen Maiſchkufen arbeitete, dachte Lars, jetzt ſei juſt die rechte. Gelegenheit, das Werk anzugreifen.