Teil eines Werkes 
7. bis 12. Bändchen (1854)
Entstehung
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Pflegetochter Anna erblickte, die während Alfreds Abwe⸗ ſenheit zu einem unläugbar hübſchen Mädchen herange⸗ blüht war. Wir haben auch geſehen, daß er es nicht unterließ, ſie vorzuſchieben. Aber bald ſah er ſeine Be⸗ rechnungen durchkreuzt, weil Boijer die beabſichtigte Ver⸗ bindung mit Fräulein Horner ſo raſch als möglich zu be⸗ treiben ſuchte; und da jetzt noch weiter dazu kam, daß Alfred ſeine Beſuche bei Lars immer mehr einzuſtellen anfing, ſo wurde er dadurch in eine wahrhaft gährende und aufrühreriſche Gemüthsſtimmung verſetzt. Im An⸗ fang wußte er nicht, wie er ſich dabei benehmen ſollte. Seine Gedanken wollten nicht recht klar werden. Die Nebel wölbten ſich immer dichter und düſterer über Seele und Herz. Er wurde heftig, wahnſinnig, un⸗ ruhig..

Während er gegen die Mauer der Brennerei gelehnt ſtand und mit ſeinen Blicken dem rinnenden, klaren Branntweinſtrahl folgte, erweiterte ſich indeß an einem ſchönen Tage ſein Geſichtskreis und ein Gedanke ging darin hell auf.

„Dummer Lars,“ ſagte er,„drei Wochen lang biſt Du über den Fluß gegangen, um Waſſer zu ſuchen. Zum Teufel, was willſt Du denn? Dasſelbe noch jetzt wie immer. Und welche Mittel kannſt Du wohl dazu anwenden? Ganz dieſelben jetzt, wie früher, d. h. Branntwein in erſter Linie und Anna in zweiter. Brannt⸗ wein..“

Lars griff dabei nach einer Zeitung, denn Lars hielt Zeitungen wie alle ſogenannten beſſern Leute.

„Hier zeigt ſich deutlich,“ fuhr er fort,„welch große Werke der Branntwein verrichtet hat.“

Und Lars las dabei folgende ſtatiſtiſche Angaben über Amerika.

„In den zehn letztverfloſſenen Jahren hat der Brannt⸗ wein 1) dem Volk eine unmittelbare Auslage von 600. Millionen Dollars zugezogen; 2) hat er eine mittel⸗

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