Teil eines Werkes 
7. bis 12. Bändchen (1854)
Entstehung
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bemächtigt und war ſeitdem nie mehr von ihm ge⸗ wichen.

Lars hatte die Liebe bemerkt, welche Boijer und ſeine Frau Alfred widmeten, als er noch ein eigenſinni⸗ ges und im Haus allmächtiges Bübchen war; und je größere Freude beide an ihm zu haben ſchienen, deſto entſetzlicher empfand er den Verluſt ſeiner erſten Frau und ſeines Sohnes. Da er die gänzliche Unwiderruf⸗ lichkeit des Verluſtes wohl einſah, ſo verdüſterte ſich ſein Gemüth immer mehr.

In ſeiner Lage war jedoch eine Rache gegen eine reiche und vornehme Familie nicht leicht auszuführen; aber inſtinctmäßig griff er zu dem Mittel, das ihm zu⸗ nächſt lag und ihn ſelbſt geſtürzt hatte, nämlich nach dem Branntwein, um mit deſſen Hilfe ſein Ziel zu er⸗ reichen, und zwar offenbar, ohne daß er ſelbſt das Sätsniſhe dieſes Plans recht überdacht oder verſtanden atte.

Er wurde Brennmeiſter und blieb dieß in Folge der wohlberechneten Anſchläge ſeiner von trüben Gedan⸗ ken erfüllten Seele.

Wenn er auch noch nicht recht deutlich wußte, wie er das entfernte Ziel erreichen ſollte, ſo wußte er doch um ſo beſſer, worin dieſes Ziel beſtehen ſollte, nämlich darin, daß er Boijers alle Freude an ihrem Sohne ver⸗ derbte.

Er gönnte Niemand eine Freude, deren man ihn ſelbſt beraubt hatte.

Als die Brennerei ihm überlaſſen wurde, und er die eigentliche Quellader der Sündfluth, die ſo viel Verbrechen unter den Menſchen verbreitete, in ſeiner Gewalt ſah, da zweifelte er nicht mehr am Erfolg ſeiner Abſichten.

Von dieſem Augenblick an begann er auch ſämmtli⸗ chen launenhaften und böſen Anſchlägen Alfreds zu ſchmeicheln und auf ſeine Art alle Neigungen zur