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„Still, Herr Doctor, er lebt ſicherlich noch. Hören Sie, er ſeufzt... ſeufzt über mich.“
„Ihr taͤuſcht Euch, Mutter Maja. Abrahamsſon iſt geſtorben.“
„Glauben Sie,“ fragte ſie,„daß Gott Erbarmen mit ihm habe?“
„Die Gnade des Herrn iſt groß.“
„Oder,“ fuhr ſie fort,„daß er in die Hölle kom⸗ men werde? Hu, es iſſt ſchrecklich, daran zu denken. Doctor,“ fügte ſie dann hinzu,„er rieth mir, Ihnen Al⸗ les zu geſtehen.“
„Haſt Du etwas auf dem Gewiſſen, ſo beeile Dich
Nich will Dich anhören.“
„Auf dem Gewiſſen,“ wiederholte ſie.„Doctor, ich habe viel auf dem Gewiſſen. Ja, ja! ich will geſtehen, ich will bereuen, ich will...“
Majas Geſicht zeugte von dem tiefſten Leiden. Der Tod ihres Bruders brach ihr das Herz.
„Hören Sie mich, Doctor, hören Sie mich.“
„Ich höre.“
Wir müſſen hier erwähnen, daß daheim bei Hans und Maja Verſchiedenes vorgekommen war, ſeit wir ſie das letztemal beſuchten, und daß da die Reue vorberei⸗ tet wurde, welche ſie jetzt ergriff, obſchon Hans aus Furcht vor einem Sündenbekenntniß dem Eindruck beſſer widerſtand.
Der Leſer wird im Folgenden Kenntniß davon er⸗ halten, wobei wir es auch paſſender finden, während des Ganges der Ereigniſſe die Beſchaffenheit von Majas SSer gegen Jeſpersſon darzuthun, als ſie jetzt zu er⸗ zählen.
Je weiter Maja darin kam, um ſo aufmerkſamer wurde jedoch Jeſpersſon.
Als ſie ungefähr in die Mitte kam, unterbrach er ſie mit einem Eifer, der von dem Intereſſe zeugte, wel⸗ ches ſie ihm bereits eingeflößt hatte. Frage auf Frage


