Teil eines Werkes 
7. bis 12. Bändchen (1854)
Entstehung
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was ich Euch ſage. Ihr habt mir geſtanden, daß auch Ihr den Weg betreten habt... den Weg in die Zucht⸗ hänſer oder zum Galgen. Kehrt um, ſo lange es Zeit iſt. Das Verbrechen führt zu einem entſetzlichen Leben. Seht wie ich bin. Körperlich zuſammengefallen, zerriſ⸗ ſen an meiner Seele, friedlos auf Erden und vielleicht auch friedlos im Himmel. Barmherziger Gott, mögeſt Du vergeben— nicht einem Verbrecher— aber dem Verbrecher, wenn er umkehrt und ſich beſſert.“

„Maja und Hans,“ ſagte er dann,„ich bin ein großer Sünder... viele Verbrechen laſten auf mir... es iſt ſchauerlich, zu ſterben und daran zu denken... lernt Etwas von mir... wißt Ihr ein Gebet... ſo ſprecht es.“

Abrahamsſons Stimme wurde immer ſchwächer und ſchwächer. Als er ſie erſuchte, ein Gebet zu ſprechen, ſahen Hans und Maja einander erſchrocken an. Sie hatten in den letzten Jahren nicht viele Gebete geſprochen und fürchteten jetzt, daß ihnen keines mehr einfallen möchte.

„Sprecht,“ wiederholte Abrahamsſon,„ſprecht ein Gebet.“

Die Bedeutung der Blicke, die zwiſchen Hans und Maja gewechſelt wurden, entging Jeſpersſon nicht.

„Faltet Eure Hände,“ ſagte er,„ich will beten.“

Und mit männlicher, klarer Stimme ſprach er das Vater Unſer und den Segen des Herrn.

Nachdem das Gebet vollendet war, lag Abrahams⸗ ſon noch eine lange Weile wie in tiefer Betäubung da. Aber plötzlich ſchlug er ſeine Augen wieder auf und ſtarrte um ſich.

„Vertraut Euch dem Doctor an,“ ſprach er hierauf, „und möge Gott mit Euch ſein.“

Noch einmal ſank ſein Kopf zurück und die Augen⸗

lider ſchloſſen ſich.