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wird Ihnen beiliegende Veröffentlichung zugeſchickt, die darin enthaltenen Infamien gegen den ſeligen König ſind eine Folge Ihrer eigenen. Wenn dieſe Schmäh⸗ ſchrift ungeſtraft bleibt, ſo wird Ihre Regierung nur eine Regierung der Schmähungen und Verfolgungen ſein, und das Land wird bald beunruhigt werden durch Pasquille, Uneinigkeit, Bitterkeit und Haß. Es iſt ab⸗ ſcheulich, wie in dieſer Schrift angeſtellte Männer über alle diejenigen herfahren, die dem ſeligen König ergeben waren; Schurken und Canaillen ſind die gewöhnlichen Titel, die man ihnen ertheilt. Mein gnädiger Herr, ziehen Sie dieſe Erinnerungen in Erwägung, ſie ſind in der reinſten Abſicht geſchrieben. Wehe mir, wenn ich etwas Anderes beabſichtigte, als Ihr Wohl, ſowie Frie⸗ den und Ruhe im Lande; aber verachten Sie meine Mahnungen, ſo ſchaden Sie ſich ſelbſt und dem Reich und werden bald genug mit Reue und Scham die Wahr⸗ heit derſelben empfinden. Ich brauche Ew. königlichen Hoheit nicht zu verbergen, daß der Adel Sie im höch⸗ ſten Grad verachtet und ſich ſogar luſtig macht über die Schwachheit, womit Sie ſich von ihm nach ſeinem Belieben regieren laſſen, wenn es gilt, den ſeligen Kö⸗ nig zu verläſtern und ſeine Getreuen zu unterdrücken. Das iſt die Ehre und der Dank, womit man Ihnen lohnt. Eine ſolche Moral herrſcht unter dieſem Volke.
Numero 2.
Karl mußte von ſeinen Grübeleien in Betreff der Seligkeitsfrage ſeines ſeligen Bruders zurückkommen. Aber dieß war nicht ſo leicht, als es geweſen war, ihn hineinzuführen. Der Herzog fragte zuweilen mit Thrä⸗ nen in den Augen alte Diener, was ſie von dem Zuſtand Guſtav's in der Ewigkeit glaubten, und das Gerücht be⸗ gann ſich zu verbreiten, daß der Herzog ſchwachſinnig ſei. Da wurde der Hundsbiß mit Hundhaar geheilt. Wo die Vernunft nicht geholfen, da half der Aberglaube
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