Teil eines Werkes 
16. bis 21. Bändchen (1852)
Entstehung
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den von Guſtav Adolph IV vollkommen rehabilitirt, unter Andern auch Ehrenſtröm, welchem der Herzog die Todes⸗ ſtrafe erlaſſen hatte. Armfelt wurde als Botſchafter nach Wien geſchickt.

Auf der Reiſe hatte er ein kleines Geſchäft in Berlin. Als er dem König vorgeſtellt wurde, ſagte dieſer mit einem ſarkaſtiſchen Lächeln, das eine Anſpielung auf Armfelt's Verurtheilung zum Schaffot enthielt: Ich habe Sie lange nicht hier geſehen. Armfelt merkte, auf was der König deutete. Sie haben Recht, Sire, ant⸗ wortete er, ich war nicht mehr hier ſeit der großen Revue, wo Ew. Majeſtät vom Pferde fielen.

Aminoff erhielt ebenfalls eine Anſtellung im Staats⸗ dienſt. Ungefähr 82 Jahre alt, ſtarb er in Finnland auf einem Gut, genannt Rilar, einige Meilen von Abo. In einem kleinen, eigens hierzu verfertigten Käſtchen verwahrte er eine heilige Reliquie, die Maske, welche Guſtav III trug, als ihn der mörderiſche Schuß traf.

Als Fräulein Rudenſköld Gothland verließ, begab ſie ſich nach der Schweiz, wo ſie ihre bleibende Woh⸗ nung nahm. Die berühmte und geniale Frau von Stasl wurde hier ihre Freundin. Als ſie nach Schwe⸗ den zurückkam, führte ſie der Dichter Leopold noch ein⸗ mal mit Armfelt zuſammen. Fräulein Rudenſköld ließ ſich 1823 in Stockholm nieder und ſtarb 1824. Biſchof Hedren, damals Paſtor in St. Jacob, hielt ihre Leichen⸗ rede. Sie liegt in der Gruft ihrer Ahnen in der Clara⸗ kirche begraben.

Als die vormundſchaftliche Regierung ihr Ende er⸗ reichte, verließ Reuterholm Schweden und irrte unter dem angenommenen Freimaurer⸗ oder Illuminaten⸗ namen Tempelkreuz in Europa umher. Endlich ließ er ſich auf einem Gut in Holſtein bei einem alten Fräu⸗ lein von Döring nieder. Als die ſchwediſche Armee im Jahr 1815. auf ihren Hin⸗ und Hermärſchen eine Be⸗ wegung gegen Holſtein machte, wurde ſeine Seele von